Was macht Ayurvedische Ernährung- und Lebensweise aus?

Im Grunde ist aus ayurvedischer Sicht das Leben ganz einfach, aber aus eigener Erfahrung ist das Einfache mitunter das schwierigste. Das zeigt sich in vielen Dingen so, ich habe letztens gelesen, um in eine Elite Kochschule aufgenommen zu werden, muss man das perfekte Rührei mit Bartkartoffeln kochen, klingt nicht schwer, aber die Durchfallrate der Bewerber ist enorm. Wer aus ayurvedischer Sicht im Balance ist und sich entsprechend seiner eigenen Konstitution ernährt und lebt, dem geht es gut und alles ist wunderbar. Das Leben ist ja nicht immer gleichbleibend, genau wie das Wetter und schnell kann sich die sogenannte Balance verschieben.

Das kann das zweite Glas Wein am Abend sein, der Streit mit dem Partner oder der (falsche) Sport zur falschen Zeit. Jeder Mensch ist einzigartig und um gesund zu sein und zu bleiben, ist es wichtig seine Einzigartigkeit und die Dinge die uns gut tun, oder auch schlecht für uns sind, zu kennen. In der Natur und Tierwelt ist es ganz gut zu beobachten, es gibt Blumen und Sträucher die wachsen hervorragend in der prallen Sonne und anderen bevorzugen eindeutig den Schatten, den zuviel Sonne schadet eher als das es den Wachstum fördert, sie werden krank oder wachsen eher spärlich.

 

Ähnlich ist es bei Tieren, das Nilpferd würde sich am Nordpol nicht wirklich wohlfühlen und ist für diese Region eindeutig nicht geschaffen. Dagegen ist es für den Eisbären und den Pinguinen die richtige Umgebung. Das "Salz in der Lebenssuppe" sind die Wünschen und Bedürfnissen der Menschen. Die Unterschiede, die dem Leben Spaß und Abwechslung verleihen, bedeuten auch, das etwas, das für den einen gut ist nicht zwangsläufig auch für den anderen gilt. Von daher ist es enorm wichtig zu wissen, wie ich selbst bin und was meine ayurvedische Konstitution ist. Die Doshas Vata, Pitta und Kapha sind

die Schlüsselprinzipien. Sie bestimmen die individuelle Eigenschaften eines jeden Menschen. Wer weiß welcher der sieben Typen man ist und welche Eigenschaften sich dahinter verbergen ist ein ganzen Stück weiter und kann dadurch sich selbst besser verstehen.

Das Wissen vom Leben

Im Ayurveda hat alles seine Wirkung und Ursache das betrifft nicht nur die Lebensmittel sondern auch unsere Umgebung, Umfeld und Umwelt. Der wichtigste Part bei der ayurvedischen Ernährung sind Sie und nicht die Nahrung. Das beste Vollkornbrot mit ganzem Schrot und Korn mit all seinen Vitaminen und positiven Vitalstoffen kann bei einer guten Verfassung wunderbar sein und der Körper freut sich, aber ist der Stoffwechsel träge ist alles für die "Katz" die folgen können Verdauungsbeschwerden sein und die wertvollen Eigenschaften aus dem Brot landen im Lotos. Der persönliche Zustand bestimmt in der Regel, was und wie gut verdaut wird. Wer kennt das nicht, mal verträgt man das Essen wunderbar, mal ganz schlecht obwohl es das gleiche Gericht war wie vor einigen Wochen.

 

Liegt es an dem Essen, eher nein, sondern an einem selbst, der persönliche Zustand hat sich verändert. Das Sprichwort "Das schlägt mir auf dem Magen" oder "Ich könnt kotzen" kommt nicht von ungefähr. Wer Ärger, Stress oder Sorgen hat, hat auch oft Probleme mit der Verdauung und das Essen liegt einem wie Wackersteine im Magen und man möchte sich machmal wirklich übergeben.  Wer sich besser kennt und seine Stärken und Schwächen bewusst ist, kann mit der passenden Nahrung seinen Körper stärken und optimal versorgen und mit den richtigen Maßnahmen gegensteuern um weiterhin in der Balance zu bleiben. 

Wer richtig isst, braucht keine Medizin, wer falsch isst, dem nützt keine Medizin.
(Ayurvedisches Sprichwort)

 

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